Dieses Formular dient dazu, eine Prämienverbilligung für die obligatorische Krankenversicherung zu beantragen oder einen möglichen Anspruch formell prüfen zu lassen. Auf dieser Seite finden Sie eine praktische Übersicht zum Dokument selbst: wofür es gebraucht wird, wer es typischerweise benötigt, welche Angaben darin gemacht werden, welche Unterlagen meist beigefügt werden und wie die Einreichung grundsätzlich abläuft. Die allgemeine Anleitung zum Verfahren finden Sie hier: Prämienverbilligung beantragen.
Wofür das Formular Prämienverbilligung gebraucht wird
Mit dem Formular beantragen Sie die finanzielle Unterstützung zur Reduktion der Prämien für die obligatorische Krankenversicherung. Die Prämienverbilligung ist kantonal organisiert: Mit dem Gesuch werden die wirtschaftlichen Verhältnisse Ihres Haushalts geprüft, um festzustellen, ob und in welcher Höhe eine Entlastung möglich ist.
Wichtig: Diese Seite erklärt das Formular selbst. Wenn Sie wissen möchten, wie das Gesuch Schritt für Schritt eingereicht wird, lesen Sie auch: Prämienverbilligung beantragen. Wenn Sie eine rückwirkende Antragstellung für frühere Jahre prüfen möchten, finden Sie die passende Anleitung hier: Prämienverbilligung nachträglich beantragen.
Wer typischerweise das Formular benötigt
Typische Antragstellende sind Personen oder Haushalte mit tiefem bis mittlerem Einkommen, Rentnerinnen und Rentner mit beschränkten Renten, Studierende mit begrenzten Mitteln sowie Empfängerinnen und Empfänger von Ergänzungsleistungen oder ähnlichen Sozialleistungen. Auch Familien mit mehreren Kindern können Anspruch haben, wenn das Haushaltsbudget stark beansprucht ist.
Beachten Sie, dass Anspruchsvoraussetzungen und Berechnungsgrundlagen kantonal unterschiedlich sein können. Die Festlegung, wer förderberechtigt ist, erfolgt durch die zuständige Prämienverbilligungsstelle im Wohnkanton. Wenn Sie zuerst grundsätzlich prüfen möchten, wer typischerweise anspruchsberechtigt ist, lesen Sie auch: Wer hat Anspruch auf Prämienverbilligung in der Schweiz?.
Wo Sie das Formular erhalten
Das Formular ist in den meisten Kantonen bei der kantonalen Prämienverbilligungsstelle, bei Gemeindeverwaltungen oder auf den offiziellen Websites der zuständigen Stellen erhältlich. Viele Kantone stellen das Gesuchsformular auch als Download zur Verfügung oder bieten eine elektronische Eingabe an.
- Download / PDF: Viele Kantone stellen ein aktuelles Formular online bereit.
- Online-Portal: In manchen Kantonen kann das Gesuch direkt digital erfasst werden.
- Gemeinde oder kantonale Stelle: Teilweise ist das Formular auch vor Ort erhältlich oder es gibt Unterstützung beim Ausfüllen.
Welche Bezugs- und Einreichungswege konkret möglich sind, erfahren Sie bei Ihrer kantonalen oder kommunalen Prämienverbilligungsstelle.
Welche Angaben macht man im Formular?
Das Formular erfasst in der Regel die wichtigsten Angaben, die für die Prüfung des Anspruchs nötig sind. Typischerweise gehören dazu:
- Angaben zur Person und zum Haushalt
- Einkommen und Vermögen
- Angaben zur Krankenversicherung und zu den bezahlten Prämien
- gegebenenfalls weitere finanzielle Belastungen oder besondere Verhältnisse
Angaben zur Person und zum Haushalt
Tragen Sie die Identifikationsdaten aller zu versichernden Personen ein: Name, Geburtsdatum, AHV-Nummer oder andere verlangte Identifikationsangaben sowie die aktuelle Wohnadresse. Achten Sie darauf, alle relevanten Personen im gleichen Haushalt korrekt anzugeben.
Angaben zu Einkommen und Vermögen
Geben Sie die Einkommensarten und -beträge an, die auf dem Formular verlangt werden, beispielsweise Erwerbseinkommen, Renten oder Sozialleistungen. Halten Sie die passenden Nachweise bereit. Falls Vermögen abgefragt wird, machen Sie vollständige und korrekte Angaben und fügen Sie die verlangten Belege bei.
Angaben zur Krankenversicherung
Nennen Sie die aktuelle Krankenkasse, die Versicherungsart und die Prämienhöhe. Diese Angaben helfen der zuständigen Stelle, die mögliche Verbilligung korrekt einzuordnen.
Unterschrift und Einreichung
Unterschreiben Sie das Formular dort, wo eine Unterschrift verlangt wird. Bei Stellvertretung oder besonderen Konstellationen können zusätzliche Unterschriften oder Nachweise nötig sein.
Welche Unterlagen häufig verlangt werden
Die Liste der verlangten Belege kann je nach Kanton variieren. Übliche Unterlagen sind jedoch:
- Lohnausweise oder Gehaltsabrechnungen der letzten Monate
- Rentenausweise oder Bescheide über Sozialleistungen
- Steuerbescheid oder Bestätigung der kantonalen Steuerverwaltung, falls verlangt
- Nachweise über Vermögen oder Bankkonten, sofern das Formular danach fragt
- Kopie der Identitätskarte oder des Ausweises
- Nachweis über die aktuell bezahlten Prämien, zum Beispiel Abrechnung der Krankenkasse oder Kontoauszug
Tipp: Legen Sie eine geordnete Mappe mit allen Belegen an und ordnen Sie die Dokumente nach Themen. Das erleichtert der Prämienverbilligungsstelle die Prüfung und beschleunigt die Bearbeitung.
Wenn Sie vor allem wissen möchten, welche Unterlagen für die eigentliche Einreichung im Ablauf wichtig sind, lesen Sie ergänzend: Prämienverbilligung beantragen.
Wo und wie Sie das Formular einreichen
Je nach Kanton kann das Formular auf unterschiedlichen Wegen eingereicht werden:
- Online: Wenn Ihr Kanton eine elektronische Gesuchsplattform anbietet, können Sie das Formular online erfassen und Belege direkt hochladen.
- Postalisch: Ausgedruckte und unterschriebene Formulare können per Post an die zuständige Stelle gesendet werden.
- Persönlich: Manche Gemeinden oder kantonale Stellen nehmen das Formular persönlich entgegen und bieten bei Bedarf Hilfe beim Ausfüllen an.
Welche Einreichungswege konkret möglich sind, erfahren Sie bei Ihrer kantonalen oder kommunalen Prämienverbilligungsstelle.
Kosten und Bearbeitungszeit (vorsichtig formuliert)
In der Regel ist die Einreichung des Gesuchs kostenlos. Gebühren sind nur in Ausnahmefällen denkbar; erkundigen Sie sich bei der kantonalen Stelle, falls Sie unsicher sind. Die Bearbeitungsdauer variiert je nach Kanton, Arbeitsaufkommen und Vollständigkeit der eingereichten Unterlagen.
Unvollständige Gesuche werden häufig zurückgestellt oder es werden Nachweise nachgefordert, was die Bearbeitungszeit verlängert. Wenn Sie vorab nur grob prüfen möchten, ob sich ein Gesuch lohnen könnte, nutzen Sie zusätzlich den Rechner: Prämienverbilligung berechnen.
Wichtige Hinweise und häufige Fehler
- Unvollständige Angaben: Häufig fehlen Angaben zu weiteren im Haushalt lebenden Personen oder zum Erwerbseinkommen.
- Veraltete oder falsche Belege: Verwenden Sie aktuelle Nachweise; veraltete Dokumente führen oft zu Rückfragen.
- Fristen beachten: Achten Sie auf kantonale Fristen und Vorgaben für die Einreichung.
- Änderungen mitteilen: Änderungen in den Verhältnissen sollten der zuständigen Stelle gemeldet werden, wenn dies verlangt ist.
- Unterstützung nutzen: Viele Gemeinden und kantonale Stellen bieten Hilfe beim Ausfüllen an.
Wenn Sie das Gesuch einreichen, notieren Sie sich die Eingangsbestätigung oder bewahren Sie Kopien des Formulars und der Belege auf. Das vereinfacht spätere Rückfragen und erleichtert die Nachverfolgung des Verfahrens.
Zum Schluss: Verwenden Sie für das Gesuch stets das aktuelle Formular Ihres Wohnkantons oder Ihrer Gemeinde, prüfen Sie die Liste der verlangten Belege vor dem Versand und reichen Sie vollständige Unterlagen ein, um Verzögerungen zu vermeiden. Für die allgemeine Anleitung zum Verfahren lesen Sie zusätzlich: Prämienverbilligung beantragen.